Wir danken allen Referenten, Teilnehmern und den vielen Helfern für den erfolgreichen Abschluß des Symposiums. Wir freuen uns besonders über das gestiegene Interesse an dem Thema, was durch die hohe Teilnehmerzahl sichtbar wurde und durch zahlreiche Presseberichte belegt wurde.
Wir möchten auch auf die Herausgabe des Buches zum Kongress hinweisen, das im März 2012 im Asanger Verlag erscheinen wird.
Täterintrojekte – Diagnostik und therapeutische Konzepte dissoziativer Strukturen
Ralf Vogt (Hg.)
Asanger Verlag, Kröning
ISBN 978-3-89334-571-7
Ihr Organisationsteam des TIL und PTZ
Viele der Vorträge können bei AV-Records unter diesem Link als DVD bestellt werden
Resümee
Das Fachsymposium Täterintrojekte vom 16.-20.06.2011 war mit 250 Besuchern der bisher größte Erfolg des Teams vom Trauma-Institut-Leipzig und dem Psychotraumazentrum-Leipzig. Die Rückmeldungen der Tagungsteilnehmer haben uns vielfach bestätigt, dass wir mit dem brisanten Fachthema sowie der Auswahl der Referenten eine hochinteressante Schwerpunktdiskussion für Psychotraumatologen als auch vieler psychotherapeutisch/beraterisch arbeitenden Kollegen aufgreifen und fruchtbar befördern konnten.
Es macht uns als Veranstalter natürlich stolz, wenn wir konstatieren können, dass unser Symposium die erste internationale Fachtagung zu dem komplizierten Thema der Täterintrojekte war. Auch die Resonanz der anwesenden Referenten aus den USA, Großbritannien und Deutschland untereinander fanden wir sehr spannend, da die Fachkollegen zwar selbst als Spezialisten auf dem Gebiet der Psychotraumatologie vielfach durch unser Symposium in eine erste persönliche Diskussion getreten sind.
Die Teilnehmer kamen dieses Mal aus Schweden, Dänemark, den Niederlanden, der Schweiz, Österreich, Tschechien und Deutschland.
Für uns war es eine Premiere mit insgesamt vier Übersetzern nicht nur vom Englischen ins Deutsche, sondern auch für unsere ausländischen Teilnehmer vom Deutschen ins Englische Übersetzungen anbieten zu können, was die Teilnehmerresonanz deutlich verbessert hat. Gespräche in den Pausen und auf dem Tagungsfest zeigten uns, wie Kollegen von den verschiedenen Horizonten aus, ähnliche und divergente Problematiken sehen. Einig waren sich nahezu alle Teilnehmer, dass das Thema der Diagnostik und Behandlung von Täterintrojekten bei komplextraumatisierten / dissoziativen Patienten noch in den nächsten Jahren ein wichtiger Forschungsschwerpunkt der fortgeschrittenen Psychotraumatherapie sein wird und das Tagungen wie die unsere nur ein Anlass und Motor für diese Entwicklungsinitiativen sein können.
Auf dem Symposiumsfest war außerdem gut zu spüren, dass Traumatherapeuten aller Couleur viel Lust auf Bewegung, Kontakt und Spaß haben, um gewissermaßen dem Alltags-Born-Out selbstfürsorglich entgegenzuwirken. Die Clowns der Leipziger Nasen und die Kabarettgruppe um Carolin Fischer (academixer) haben dazu guten Anlass geboten. DJ Andy hat möglicherweise das frühere Jugendalter der meisten Referenten berücksichtigt und viel Ost- und West-Rock aus den 60-er/70-er Jahren geboten. Beim Barbecue vom Michaelis Catering war unschwer zu bemerken, dass diese Company im Gourmet-Führer der Stadt Leipzig seit Jahren erwähnt wird.
Doch zurück zum schwierigen Fachthema! Wer die Vorträge verpasst hat oder während der Tagung nicht gut mitschreiben konnte, dem seien nochmals die Mitschnitt-DVDs von AV-Record empfohlen, da viele Referate brandneu waren und derzeit nur so genau zitiert bzw. genutzt werden können. Wer etwas gern schwarz auf weiß besitzen möchte, dem können wir das Fachbuch: Täterintrojekte (Hg. Ralf Vogt im Psychosozialverlag Gießen) empfehlen. Es enthält neben wichtigen Kongressbeiträgen o.g. Referenten auch neue Forschungsergebnisse des Psychotraumazentrums Leipzig sowie einen längeren Artikel des von uns hoch geschätzten Kollegen Dr. Harvey S. Schwartz aus San Francisco (USA), der auf dem Gebiet der dissoziativen/komplextraumatisierten Störungen eine internationale Koryphäe ist. Er konnte leider aus gesundheitlichen Gründen nicht selbst kommen, hat aber das Symposiumsanliegen mit aller Kraft unterstützen wollen. Ihm als auch allen anwesenden Referenten, Symposiumsteilnehmern sowie der großen zuverlässigen Gruppe von Tagungshelfern sei abschließend nochmals ganz herzlich gedankt!!! Vielleicht sehen wir uns auf dem nächsten Symposium im Juni 2013 wieder!
Gute Zeit bis dahin,
Ihr Team des TIL und PTZ Leipzig
Bilder
![]() Anmeldung |
![]() Ralf Vogt, Leipzig |
![]() Colin Ross, Dallas (USA) |
![]() Vorträge 2. Tag |
![]() Innenhof, entspannen mit Qigong |
![]() Colin Ross, übersetzt von Winja Lutz |
![]() Tilmann Moser, Freiburg |
![]() Michaela Huber, Göttingen |
![]() Vorträge 3. Tag |
![]() Renée P. Marks, Manchester (GB) |
![]() Renate Hochauf, Altenburg |
![]() Anmeldung |
![]() Frau Hoppe und Frau Bruns vom PTZ Leipzig |
![]() Martin Sack, München |
![]() Irina Vogt, Leipzig |
![]() Das Übersetzer-Team (Joachim Wiese, Dirk Sprenger, Mario Ebest |
![]() Joanne Twombly, Boston (USA) |
![]() Schwein gehabt |
![]() Anmeldung |
![]() Ute Hoppe, Wiebke Bruns, Leipzig |
![]() Mr Ross und Partnerin, Dallas (USA) |
![]() Winja Lutz, Leipzig |
![]() Wiebke Bruns, Leipzig |
![]() Gesprächsrunde in der Pause |
![]() Verzweifelte Clowns |
![]() Clowns: der Schatten zettelt etwas an |
![]() Clowns: Alle gemeinsam |
![]() Clowns: Mit Vorsicht und Bewunderung |
![]() Stürmische Clowns |
![]() Wunderbare Puppen von Frau Lange |
![]() Objekte zum Anfassen und Pausengespräch |
![]() Jede Menge angeregte Pausengespräche |
![]() Clowns-Geheimnisse |
![]() Akademixerin Carolin Fischer spielte auf dem Kongressfest |
![]() Auch für Spaß war gesorgt |
![]() Ralf Vogt, Kongessankündigung |
Referenten des Täterintrojekte-Symposiums
Ph.
D. Colin Ross ist Psychiater
und Arzt aus Dallas (USA) und einer der derzeit führenden Vertreter der
Behandlung von dissoziativen Störungen aus den USA. Er ist weltweit Ausbilder
in seinem Fachgebiet und hat sich besonders mit wissenschaftlichen Publikationen
zur Aufdeckung der Mind-Control-Experimente des CIA einen Namen machen können.
Seine Lehrvideos zur Diagnostik und Therapie dissoziativer Identitätsstörungen
sind weltweit gefragt. Colin Ross wird eine aktuelle Position zu allen wichtigen
Hauptfragen des Symposiums beziehen und uns einen Einblick in den neuesten
Stand seiner Konzeption geben.
Ph.
D. Joanne Twombly ist Psychotherapeutin, klinische Sozialarbeiterin
(MSW) und EMDR Ausbilderin aus Boston (USA) und eine langjährige führende Vertreterin
der Internationalen Fachgesellschaft für Trauma und Dissoziation. Sie
ist Ausbilderin in vielen Ländern und hat eine große Zahl von Fachartikeln
über Formen des EMDR mit den verschiedenen dissoziativen Störungen anhand
von Studien und umfangreichen Fallberichten verfasst. Sie wird über die
Entstehung von Täterintrojekten und deren differenzierten Behandlung mit
EMDR berichten sowie katamnestische Ausblicke für die Behandlungsstabilität
geben.
Dr.
Renate Hochauf ist psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis
in Altenburg (Thüringen) und Ausbilderin für Psychotraumatologie am DIP
in Köln. Sie hat als Psychoanalytikerin, Therapeutin für Katathymes Bilderleben
und Spezialistin für frühe pränatale Psychotraumatisierungen ein eigenes
Diagnostik- und Behandlungskonzept entwickelt, mit welchem sie zunehmend
national und international beachtet wird.
Frau Hochauf wird auf dem Symposium
zu ihrem eigenen Konzept der prozessorientierten Täterintrojektdiagnostik
sowie die daraus ableitbare Methodik der Täterintrojektinterventionen
mit szenischer und imaginativer Arbeit theoretisch und praktisch vorstellen.
DP
Michaela Huber ist freiberufliche Psychologin aus Göttingen und eine
der „dienstältesten“ Psychotherapeutinnen für dissoziative Störungen in
Deutschland. Sie ist Begründerin der deutschen Sektion der ISSD und hat
darin viele fachwissenschaftliche Tagungen mit internationalen Gästen ins
Leben gerufen. Frau Huber hat für ihre professionellen Beiträge und Fachbücher
den „Internationalen Distinguished Achievement Award“ der ISSD verliehen
bekommen und ist Ausbilderin mit eigenem Curriculum zur Behandlung von dissoziativen
Störungen.
Sie
wird auf dem Symposium zu den bösen, zerstörerischen und intriganten Seiten
von Täterintrojekten anhand von Fallbeispielen sprechen und Bezugspunkte
zu strukturellen Behandlungskonzepten anderer Kollegen historisch und aktuell
herstellen.
PD
Dr. Martin Sack ist Facharzt für psychosomatische Medizin und leitender
Oberarzt an der Universitätsklinik rechts der Isar in München. Er ist amtierender
Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Psychotraumatologie und publiziert
seit Jahren zu vielen Forschungsfragen des EMDR sowie besonderen methodischen
Fragen der Traumathera- pie. Hierbei favorisiert er ausdrücklich sanftere
Formen der Psychotraumadiagnostik und -behandlung. Er wird in seinen Ausführungen
zu neurobiologischen Forschungsbefunden der Entstehung von spezifischen Täterintrojekten
und der daraus ableitbaren Modellbildung sprechen, weil sich daraus gewisse
Implikationen für das Körperselbst, die Selbstwahrneh- mung und die Bedeutung
der realitätsorganisierenden Umwelt ergeben.
Dr.
Renée P. Marks arbeitet
als klinische Kinder- und Jugendtherapeutin in der Nähe von Manchester
in Großbritannien. Sie verfügt über eine bereits 26-jährige Berufserfahrung
bei der Arbeit mit komplextraumatisierten Kindern in Südafrika und England.
Ihre Spezialisierung liegt in der Konzeption zur Diagnostik und Behandlung
von dissoziativen / komplextraumatisierten Kindern aus Adoptiv- und Pflegefamilien.
Auf dem Symposium wird sie aus diesem Bereich theoretische Prämissen als
auch interessante Fallbeispiele zur frühen Erkennung und zum methodischen
Umgang mit Täterintrojekten bei geschädigten Kindern per Video zeigen
und diskutieren.
Dr. Tilmann Moser, Jg. 1938, Studium Literaturwissenschaft, Journalistik, Soziologie und Politologie. Ausbildung zum Psychoanalytiker am Sigmund-Freud-Institut in Frankfurt/Main. 9 Jahre Assistent und Dozent für Psychoanalyse und Kriminologie am Fachbereich Jura an der Universität Frankfurt/Main. Seit 1978 Arbeit in privater Praxis in Freiburg i.B.. Arbeitsschwer-punkte: die Integration von Körperarbeit in die Psychoanalyse; die seelischen Nachwirkungen der NS-Zeit; die seelischen Nachwirkungen repressiver Religiosität.
DP Wiebke Bruns aus Leipzig. Tiefenpsychologische Psychotherapeutin i.A. am Köln-Bonner-Ausbildungsinstitut seit 2006 (kbap), Mitbegründerin des Psychotraumazentrums Leipzig e.V., SAFE®-Mentorin (bindungsorientiertes Fortbildungsprojekt für werdende Eltern nach Brisch, LMU-München), Körpertherapeutin und Staatlich geprüfte Sport- und Gymnastiklehrerin. Selbstständige Kursleitertätigkeit im Bereich Psyche und Körper. Mehrjährige klinische Tätigkeit als Psychologin. Seit 2003 Fortbildungen in trauma- und körperorientierter Psychotherapie am Trauma-Institut-Leipzig (TIL), Traumafachberaterin auf dem Weg zur Traumapsychotherapeutin.
TFB Ute Hoppe, Traumafachberaterin seit 2008. Geb. 1963, Dipl.(FH) Ing. Tiefbau, SAFE – Mentorin (nach Prof. Brisch, LMU München), Stellvertretende Vereinsvorsitzende und Mitbegründerin des Psychotraumazentrum Leipzig e.V.
Winja Marie Lutz, Geboren 1974, Erzieherin, Diplom bildende Künstlerin, Studentin der Psychologie, Traumafachberaterin in Ausbildung. Arbeit als Künstlerin, als Erzieherin in der stationären Jugendhilfe, als wissenschaftliche Mitarbeiterin in psychotherapeutischer Praxis und als Dolmetscherin (English-Deutsch) im traumatherapeutischen Fachbereich. Längere Aufenthalte in London und San Francisco.
DP
Irina Vogt ist psychologische Psychotherapeutin in einer Leipziger Gemeinschaftspraxis
sowie Leiterin des Trauma-Institut-Leipzig (TIL). Sie arbeitet als Psychotraumatologin
und analytisch-tiefenpsychologische Körperpsychotherapeutin mit Erwachsenen,
Kindern und Gruppen in vielen Settings. Zusammen mit ihrem Ehemann gestaltet
sie das gemeinsame Ausbildungsprogramm SPIM-20-KT seit Jahren mit und entwickelt
darin spezifische Spielsettings sowie Behandlungsabschnitte für hochdissoziative
Störungen. Frau Vogt wird auf dem Symposium besonders über die Entstehung
von Täterimplantaten sprechen und Fallbeispiele für deren Behandlung erläutern.
Dr.
Ralf Vogt ist psychologischer Psychotherapeut
in einer Leipziger Gemeinschaftspraxis sowie Leiter des Trauma-Institut-Leipzig
(TIL). Er arbeitet als Psychotraumatologe und analytischer Körperpsychotherapeut
mit Erwachsenen, Kindern und Gruppen. Seit 1996 entwirft er Settings mit
„beseelbaren Therapieobjekten“ zur spezifischen Behandlung für komplextraumatisierte
/ dissoziative Störungen in der Einzel- und Gruppenpraxis. Seit 2006 trägt
dieses sich ständig ausweitende Behandlungskonzept den Namen SPIM-20-KT
und wird durch Fachpublikationen und Forschungsstudien untermauert. Herr
Vogt hat inzwischen dieses Vorgehen manualisiert und auch im internationalen
Rahmen vielerorts Kollegen vorgestellt, die eine Synthese von psychoanalytischen,
körperorientierten und verhaltenstherapeutischen Methoden in der Psychotraumatologie
suchen. Auf dem Symposium wird Ralf Vogt sowohl theoretische Konzepte der
Täterintrojekte bzw. Täterimplantate, mögliche Behandlungsmethoden als
auch neue Studienergebnisse in diesem Zusammenhang aus der ambulanten Praxis
vorstellen.
Verleumdung und Verrat
der nächste Traumapotenziale-Kongress IV
vom 13. – 16.06.2013
Aufgrund der Änderung des Titels unserer Symposiumsreihe können Sie uns über unsere alte Webseite: www.koerperpotenziale.de sowie über unsere neue Webseite: www.traumapotenziale.de erreichen.





































