Wir danken allen Referenten, Teilnehmern und den vielen Helfern für den erfolgreichen Abschluß des Symposiums Täterintrojekte. Wir freuen uns besonders über das gestiegene Interesse an dem Thema, was durch die hohe Teilnehmerzahl sichtbar wurde und durch zahlreiche Presseberichte belegt wurde. Informationen und Bilder zu diesem Symposium finden Sie auf diesen archivierten Seiten.
Wir möchten auch auf die Herausgabe des Buches zum Kongress hinweisen, das im März 2012 im Asanger Verlag erscheinen wird.
Täterintrojekte – Diagnostik und Behandlungsmodelle dissoziativer Strukturen
Ralf Vogt (Hg.)
Asanger Verlag, Kröning
ISBN 978-3-89334-571-7
Ihr Organisationsteam des TIL und PTZ
Vorankündigung des Symposiums
„Traumapotenziale IV“ zum Thema:
„Verleumdung und Verrat“
Präsymposium: Do., 13. Juni 2013
Hauptsymposium: Fr./Sa., 14.-15. Juni 2013
Postsymposium: So., 16. Juni 2013
Veranstaltungsort: MedienCampus Villa Ida
Als Hauptreferenten haben bisher zugesagt:
Jennifer J. Freyd, Ph.D (USA): ist Professorin für Psychologie an der Universität Oregon in Eugene (USA). BA in Anthropologie an der Universität von Pennsylvania, Ph.D in Psychologie an der Stanford Universität. Prof. Freyd ist Expertin für Psychotraumaforschung mit dem Schwerpunkt: seelische und kognitive Auswirkungen der Beziehungsdimension des „traumatischen Verrates“, wozu sie umfangreiche Forschungsprojekte ins Leben ruft und auch interdisziplinär betreut. Autorin von über 100 Fachartikeln und Monografien. Frau Prof. Freyd ist die Herausgeberin der internationalen Zeitschrift für Trauma & Dissoziation. Ihre Forschungen haben zur Hervorhebung des Tagungsthemas maßgeblich beigetragen. Sie wird den Eröffnungshauptvortrag halten.
Eli Somer, Ph.D. (Israel): ist Professor und klinischer Psychologe an der Universität von Haifa (Israel). Er ist Autor von über 80 wissenschaftlichen Beiträgen sowie von 2 Büchern. Prof. Somer ist Past President der Europäischen Gesellschaft für Trauma und Dissoziation (ESTD) und der Internationalen Gesellschaft zum Studium von Trauma und Dissoziation (ISSTD). Prof. Somer hat sich in seiner Funktion engagiert mit dem Thema der Verleumdung von PsychotherapeutInnen und den ihn aufgezwungenen Gerichtsprozessen befasst. Er kann über wertvolle Erfahrungen im Zusammenhang mit der professionellen Verteidigung unserer Arbeitskonzepte berichten.
Ellert Nijenhuis, Ph.D. (Niederlande): Ellert Nijenhuis arbeitet seit mehr als 20 Jahren mit chronisch traumatisierten Patienten, und ist einer der führenden Dissoziationsforscher in der Welt mit vielen Einladungen zu internationalen Konferenzen (z.B. Keynote-Speaker bei der ISTSS – Conference –2003, Hauptredner bei der EMDR-Europa - Konferenz 2004 etc.). Er hat zahlreiche Veröffentlichungen und Bücher geschrieben. Zusammen mit Prof. Onno van der Hart und Kathy Steele hat er die Theorie der Strukturellen Dissoziation der Persönlichkeit entwickelt. Dr. Nijenhuis wird über die besondere Bedeutung des Tagungsthemas im Bereich von hochdissoziativen Störungen sprechen.
Frances S. Waters, MSW, DCSW, LMFT (USA): ist eine international bekannte Psychotherapeutin für dissoziative / komplextraumatisierte Kinder und Jugendliche. Sie ist Psychotherapieausbilderin, Sozialarbeiterin und Forensische Gutachterin für den Bereich sexuelle und physische Gewalt gegen Kinder und häusliche und familiäre Gewalt. Sie war von 1980 bis 1992 in verschiedenen klinischen und ambulanten Einrichtungen in ihrem Spezialgebiet tätig und arbeitet seit 1992 in ihrer privaten Praxis mit dissoziativen / komplextraumatisierten Kindern und Erwachsenen. Sie hat internationale Fortbildungen zu Ihrem Therapieansatz in vielen Bundesstaaten der USA sowie in vielen westeuropäischen Ländern als auch in Südafrika und Argentinien geleitet. Frau Waters wird über Fallbeispiele von Verleumdung und Verrat im Bereich von dissoziativen Kindern und deren Familien sprechen.
Bernd Nitzschke, Dr. phil. (Düsseldorf): Psychoanalytiker, Philosoph, Soziologe und Politikwissenschaftler. Niederlassung als Psychoanalytiker (DGPT) in eigener Praxis seit 1988. Arbeit an verschiedenen Instituten als Lehranalytiker, Lehrtherapeut, Supervisor und Dozent. Mitbegründer der Zeitschrift Psychoanalyse u. Gesellschaftskritik, Mitglied des wiss. Beirates der Zeitschrift Psychoanalyse. Dr. Nitzschke ist als Psychoanalysehistoriker deutschlandweit bekannt und wird einen Symposiumsbeitrag zu Verleumdung und Verrat innerhalb der psychoanalytischen Fachgemeinschaft halten.
Hans-Jürgen Wirth, Prof. Dr., Dipl.-Psych.,(Gießen): ist Psychologischer Psychotherapeut, Psychoanalytiker (DPV, IPA, DGPT) und psychoanalytischer Paar- und Familientherapeut (BvPPF) in eigener Praxis in Gießen. Von 2004 bis 2009 Professor für Psychoanalyse und Sozialpsychologie an der Universität Bremen, seit 2010 Professor für Soziologie und psychoanalytischen Sozialpsychologie an Frankfurt/ Main. Er ist Gründer und Verleger des Psychosozial-Verlages. Mitherausgeber der Zeitschriften psychosozial und Psychoanalytische Familientherapie. Herausgeber der Buchreihen BIBLIOTHEK DER PSYCHOANALYSE und PSYCHE UND GESELLSCHAFT (Prof. Dr. Schülein).
Peter Joraschky, Prof. Dr. med. (Dresden): Facharzt für Psychosomatische Medizin und Psychotherapie, Nervenarzt, Psychoanalytiker, Studium der Medizin und Psychologie in München, Psychoanalytische Ausbildung in Ulm, Habilitation für Psychiatrie (Familiendiagnostik bei Schizophrenen), Habilitation für Psychosomatik (Therapie von Essstörungen). Seit 01.01.1998 Direktor der Klinik und Poliklinik für Psychotherapie und Psychosomatik am Universitätsklinikum Carl Gustav Carus Dresden mit den Forschungsschwerpunkten: Körperbildstörungen, somatoforme Störungen und Traumafolgestörungen. Prof. Joraschky wird bezogen auf das Hauptthema aus seinen langjährigen Berufserfahrungen sowohl Fallbeispiele von Patienten als auch über Probleme der therapeutischen Teambildung sprechen.
George F. Rhoades, Jr., Ph.D. (Hawaii, USA): ist Doctor of Philosophy in Clinical/Counseling Psychology, Chair of the ISSTD World seit 2003, Director of Trauma Training seit 2007 und Direktor der Ola Hou Klinik in Pearl City, Hawaii. Spezialist für die Organisation von psychotraumatischer Ersthilfe in Kriegs- und Katastrophenregionen (z. B. Sudan). Er wird über ethnische – z.T. kriegerische Konfliktkonstellationen aus seiner Tätigkeit berichten, wo Verleumdung und Verrat im Rahmen von Bürgerkriegen eine große Rolle spielen.
Axel Petermann (Bremen): ist seit fast 40 Jahren bei der Kriminalpolizei, davon über 35 Jahre als Mordermittler, Leiter einer Mordkommission und stellvertretender Leiter für Gewaltdelikte, Profiler und hat bereits in über 1.000 Fällen ermittelt: Tötungsdelikte, Unfälle, Suizide. Außerdem lehrt er Kriminalistik, berät die Bremer Redaktion Tatort (ARD-Krimiserie). Herr Petermann wird über innerpsychische Konstrukte von Tätern berichten, die im Zusammenhang mit Delikten stehen, wo Verleumdung und Verrat zum Tathergang gehören.
Manfred Thielen, Dr. (Berlin): Psychologischer Psychotherapeut, Einzel-, Gruppentherapie, Supervisor, Lehrtherapeut. Ausbildungen in Körperpsychotherapie, tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie, Gesprächspsychotherapie, Verhaltenstherapie. Leitung des Instituts für Körperpsychotherapie Berlin. Autor und Herausgeber von Fachartikeln und Büchern zur Körperpsychotherapie. Seit 2005 Delegierter der PTK Berlin und der Bundespsychotherapeutenkammer (BPtK). Seit 2003 Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Körperpsychotherapie (DGK). Er wird über Fallberichte zu Verleumdung und Verrat im Rahmen von Körperpsychotherapiebehandlungsfällen sprechen.
DP
Irina Vogt ist psychologische Psychotherapeutin in einer Leipziger Gemeinschaftspraxis
sowie Leiterin des Trauma-Institut-Leipzig (TIL). Sie arbeitet als Psychotraumatologin
und analytisch-tiefenpsychologische Körperpsychotherapeutin mit Erwachsenen,
Kindern und Gruppen in vielen Settings. Zusammen mit ihrem Ehemann gestaltet
sie das gemeinsame Ausbildungsprogramm SPIM-20-KT seit Jahren mit und entwickelt
darin spezifische Spielsettings sowie Behandlungsabschnitte für hochdissoziative
Störungen. Frau Vogt wird auf dem Symposium über Fallbeispiele mit schwierigen dissoziativen Patienten berichten, bei denen die Durcharbeitung des täterinduzierten Verleumdungs- und Verratspotenzials entscheidende Bedeutungs zukam..
Dr.
Ralf Vogt ist psychologischer Psychotherapeut
in einer Leipziger Gemeinschaftspraxis sowie Leiter des Trauma-Institut-Leipzig
(TIL). Er arbeitet als Psychotraumatologe und analytischer Körperpsychotherapeut
mit Erwachsenen, Kindern und Gruppen. Seit 1996 entwirft er Settings mit
„beseelbaren Therapieobjekten“ zur spezifischen Behandlung für komplextraumatisierte
/ dissoziative Störungen in der Einzel- und Gruppenpraxis. Seit 2006 trägt
dieses sich ständig ausweitende Behandlungskonzept den Namen SPIM-20-KT
und wird durch Fachpublikationen und Forschungsstudien untermauert. Herr
Vogt hat inzwischen dieses Vorgehen manualisiert und auch im internationalen
Rahmen vielerorts Kollegen vorgestellt, die eine Synthese von psychoanalytischen,
körperorientierten und verhaltenstherapeutischen Methoden in der Psychotraumatologie
suchen. Auf dem Symposium wird Ralf Vogt analytisch theoretische Zusammenhänge von Verleumdungs- und Verratsagieren von komplex traumatisierten Patienten aufzeigen und auch den Bogen zum Umwelt- und Gesellschaftshintergrund von Dissoziation beleuchten. In seinem Vortrag werden neben Fallbeispielen aktuelle Forschungsergebnisse des Traumainstituts Leipzig zum Thema erstmals präsentieren.




