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Veranstalter:

Akademie für Ganzheitliche Psychotherapie
Akademie für Ganzheitliche Psychotherapie (gemeinnützige Organisation)
Fortbildung in trauma- und körperorientierter schulenübergreifender Psychotherapie

Trauma-Institut-Leipzig
Trauma-Institut-Leipzig an der Akademie für Ganzheitliche Psychotherapie
Fortbildungszyklen für Traumafachberater und Psychotraumatherapeuten

Psychotraumazentrum Leipzig, e. V
Psychotraumazentrum Leipzig e. V.
SAFE®-Kurse - Sichere Ausbildung für Eltern zur Förderung einer sicheren Eltern - Kind - Bindung

Exposé

Gewalt ist ein altes Thema der Menschheitsentwicklung. Zwischenmenschliche Aggression ist vom Standpunkt des Aggressors meistens eine Form der Machtausübung – aber aus der Sicht des Opfers dagegen eine Ohnmachtserfahrung mit ungewissem Ausgang. Was ist, wenn sich beim Opfer plötzlich später selbstschädigende Impulse zeigen, die scheinbar das Werk des Täters auf paradoxe Art fortsetzen?
Wie entstehen außerdem überhaupt Teufelskreise der Gewalt, der Suizidalität oder des Amoklaufes aufgrund eigener oder beobachteter traumatischer Gewalterfahrungen? Im Bereich der modernen Psychotherapie wird diesen innerpsychischen Grundlagen der unbewussten Prägungen und teilbewussten Verhaltenskonsequenzen in Einzelfallstudien nachgegangen. Leider wurde das Problem noch nicht systematisch durch Studien und Fachtagungen erschlossen, obwohl aktuelle Herausforderungen in unserer Gesellschaft bzw. in unserer alltäglichen Therapiepraxis fachkundige Aussagen und Behandlungsrichtlinien verlangen. Das Thema der Übertragungen wurde in der Psychoanalyse umfangreich abgehandelt – die Problematik der Introjektionen dagegen bisher eher nicht.
Es gibt im Rahmen der Introjektentstehung komplizierte Formen von peritraumatisch-dissoziativen Übernahmen, welche zum Teil auch gegenwärtigen Psychotherapeutenkollegen nicht ausreichend bekannt oder nachvollziehbar sind. Neben Diskussionen zur neusten Begriffsbestimmung werden ebenso nachhaltig die Behandlungskonsequenzen anhand von therapeutischen Settingvorschlägen verschiedener Experten beschrieben. Anschauliche Fallbeispiele und neuste Studienergebnisse sollen sowohl dem fachkundigen Publikum, Kollegen fachverwandter Bereiche als auch interessierten Sozialarbeitern und Studenten die Möglichkeit geben einen aufklärenden Einblick in die schwierige und äußerst wichtige Problematik zu bekommen.
Es referieren renommierte Fachvertreter aus den USA, England und Deutschland erstmals gemeinsam zu diesem Thema.


Referenten

Colin RossPh. D. Colin Ross ist Psychiater und Arzt aus Dallas (USA) und einer der derzeit führenden Vertreter der Behandlung von dissoziativen Störungen aus den USA. Er ist weltweit Ausbilder in seinem Fachgebiet und hat sich besonders mit wissenschaftlichen Publikationen zur Aufdeckung der Mind-Control-Experimente des CIA einen Namen machen können. Seine Lehrvideos zur Diagnostik und Therapie dissoziativer Identitätsstörungen sind weltweit gefragt. Colin Ross wird eine aktuelle Position zu allen wichtigen Hauptfragen des Symposiums beziehen und uns einen Einblick in den neuesten Stand seiner Konzeption geben.

Joanne TwomblyPh. D. Joanne Twombly ist Psychotherapeutin, klinische Sozialarbeiterin (MSW) und EMDR Ausbilderin aus Boston (USA) und eine langjährige führende Vertreterin der Internationalen Fachgesellschaft für Trauma und Dissoziation. Sie ist Ausbilderin in vielen Ländern und hat eine große Zahl von Fachartikeln über Formen des EMDR mit den verschiedenen dissoziativen Störungen anhand von Studien und umfangreichen Fallberichten verfasst. Sie wird über die Entstehung von Täterintrojekten und deren differenzierten Behandlung mit EMDR berichten sowie katamnestische Ausblicke für die Behandlungsstabilität geben.

Harald J. FreybergerProf. Dr. Harald J. Freyberger ist Professor für Psychiatrie, Psychosomatische Medizin und Psychotherapie an der Universität Greifswald sowie Direktor der dazugehörigen Uniklinik in Greifswald und Stralsund. Er ist ein international anerkannter Forscher auf dem Gebiet der Psychotraumatologie und Dissoziation und Mitherausgeber der Zeitschriften „Trauma & Gewalt“, „Psychodynamische Psychotherapie“ und „Psychiatrie, Psychologie und Psychotherapie“.
Prof. Freyberger hat diagnostische Inventarien zur Dissoziation (FDS, FDS-20) sowie eine Reihe von epidemiologischen Untersuchungen zur Auswirkung von individuellen und Kriegstraumatisierungen geleitet. Er wird neuste Forschungsergebnisse seines Faches vorstellen und zum besonderen Problem der Täterbindung von Traumaopfern sprechen.

Renate HochaufDr. Renate Hochauf ist psychologische Psychotherapeutin in eigener Praxis in Altenburg (Thüringen) und Ausbilderin für Psychotraumatologie am DIP in Köln. Sie hat als Psychoanalytikerin, Therapeutin für Katathymes Bilderleben und Spezialistin für frühe pränatale Psychotraumatisierungen ein eigenes Diagnostik- und Behandlungskonzept entwickelt, mit welchem sie zunehmend national und international beachtet wird.
Frau Hochauf wird auf dem Symposium zu ihrem eigenen Konzept der prozessorientierten Täterintrojektdiagnostik sowie die daraus ableitbare Methodik der Täterintrojektinterventionen mit szenischer und imaginativer Arbeit theoretisch und praktisch vorstellen.

Michaela HuberDP Michaela Huber ist freiberufliche Psychologin aus Göttingen und eine der „dienstältesten“ Psychotherapeutinnen für dissoziative Störungen in Deutschland. Sie ist Begründerin der deutschen Sektion der ISSD und hat darin viele fachwissenschaftliche Tagungen mit internationalen Gästen ins Leben gerufen. Frau Huber hat für ihre professionellen Beiträge und Fachbücher den „Internationalen Distinguished Achievement Award“ der ISSD verliehen bekommen und ist Ausbilderin mit eigenem Curriculum zur Behandlung von dissoziativen Störungen.
Sie wird auf dem Symposium zu den bösen, zerstörerischen und intriganten Seiten von Täterintrojekten anhand von Fallbeispielen sprechen und Bezugspunkte zu strukturellen Behandlungskonzepten anderer Kollegen historisch und aktuell herstellen.

Martin SackPD Dr. Martin Sack ist Facharzt für psychosomatische Medizin und leitender Oberarzt an der Universitätsklinik rechts der Isar in München. Er ist amtierender Vorsitzender der Deutschen Gesellschaft für Psychotraumatologie und publiziert seit Jahren zu vielen Forschungsfragen des EMDR sowie besonderen methodischen Fragen der Traumathera- pie. Hierbei favorisiert er ausdrücklich sanftere Formen der Psychotraumadiagnostik und -behandlung. Er wird in seinen Ausführungen zu neurobiologischen Forschungsbefunden der Entstehung von spezifischen Täterintrojekten und der daraus ableitbaren Modellbildung sprechen, weil sich daraus gewisse Implikationen für das Körperselbst, die Selbstwahrneh- mung und die Bedeutung der realitätsorganisierenden Umwelt ergeben.

Renée P. Marks Dr. Renée P. Marks arbeitet als klinische Kinder- und Jugendtherapeutin in der Nähe von Manchester in Großbritannien. Sie verfügt über eine bereits 26-jährige Berufserfahrung bei der Arbeit mit komplextraumatisierten Kindern in Südafrika und England. Ihre Spezialisierung liegt in der Konzeption zur Diagnostik und Behandlung von dissoziativen / komplextraumatisierten Kindern aus Adoptiv- und Pflegefamilien. Auf dem Symposium wird sie aus diesem Bereich theoretische Prämissen als auch interessante Fallbeispiele zur frühen Erkennung und zum methodischen Umgang mit Täterintrojekten bei geschädigten Kindern per Video zeigen und diskutieren.

Beate SiegertBeate Siegert ist amtierende Vorsitzende des Psychotraumazentrums Leipzig und Traumafachberaterin (TIL). Sie arbeitet seit Jahren mit anderen Kolleginnen und Kollegen des PTZ an einer Reihe von Projekten der frühen Traumatisierung von Kindern. Das umfangreichste Konzept ist das Elternkommunikations- und Beziehungstraining SAFE® nach Prof. Brisch, LMU München. Mitarbeiter des PTZ und Frau Siegert werden auf dem Symposium über praktische Erfahrungen und Probleme des Erkennens und Bearbeitens von Täterintrojekten in der Trainingsarbeit mit Eltern sprechen.

Irina VogtDP Irina Vogt ist psychologische Psychotherapeutin in einer Leipziger Gemeinschaftspraxis sowie Leiterin des Trauma-Institut-Leipzig (TIL). Sie arbeitet als Psychotraumatologin und analytisch-tiefenpsychologische Körperpsychotherapeutin mit Erwachsenen, Kindern und Gruppen in vielen Settings. Zusammen mit ihrem Ehemann gestaltet sie das gemeinsame Ausbildungsprogramm SPIM-20-KT seit Jahren mit und entwickelt darin spezifische Spielsettings sowie Behandlungsabschnitte für hochdissoziative Störungen. Frau Vogt wird auf dem Symposium besonders über die Entstehung von Täterimplantaten sprechen und Fallbeispiele für deren Behandlung erläutern.

Ralf VogtDr. Ralf Vogt ist psychologischer Psychotherapeut in einer Leipziger Gemeinschaftspraxis sowie Leiter des Trauma-Institut-Leipzig (TIL). Er arbeitet als Psychotraumatologe und analytischer Körperpsychotherapeut mit Erwachsenen, Kindern und Gruppen. Seit 1996 entwirft er Settings mit „beseelbaren Therapieobjekten“ zur spezifischen Behandlung für komplextraumatisierte / dissoziative Störungen in der Einzel- und Gruppenpraxis. Seit 2006 trägt dieses sich ständig ausweitende Behandlungskonzept den Namen SPIM-20-KT und wird durch Fachpublikationen und Forschungsstudien untermauert. Herr Vogt hat inzwischen dieses Vorgehen manualisiert und auch im internationalen Rahmen vielerorts Kollegen vorgestellt, die eine Synthese von psychoanalytischen, körperorientierten und verhaltenstherapeutischen Methoden in der Psychotraumatologie suchen. Auf dem Symposium wird Ralf Vogt sowohl theoretische Konzepte der Täterintrojekte bzw. Täterimplantate, mögliche Behandlungsmethoden als auch neue Studienergebnisse in diesem Zusammenhang aus der ambulanten Praxis vorstellen.


Zielgruppen des Symposiums


Fortbildungspunkte

Für diesen Kongress werden insgesamt 15 Punkte von der Ostdeutschen Psychotherapeutenkammer (OPK) vergeben.


Programm, Rückfragen, Anmeldung

Das vollständige Programm zu dem Symposium finden Sie Ende August 2010 hier im Internet, sowie nähere Angaben zur Anfahrt, zu Symposiumsgebühren, Unterbringungsmöglichkeiten und Rabatten.


Hotels

Lindner Hotel Leipzig
Hans-Driesch-Str. 27
04179 Leipzig
Tel.: 0341-4478481
Fax: 0341-4478478
Einzel- o. Doppelzimmer: 61,00 € pro Zimmer/Nacht exkl. Frühstück (17,00 €)

Kontingent vom 16.-18.06.11 abrufbar bis 24.03.11
Hotel Ibis Leipzig Zentrum
Brühl 69
04109 Leipzig
Tel.: 0341-21860
Fax: 0341-2186222
Einzelzimmer: 79,00 € pro Nacht inkl. Frühstück
Doppelzimmer: 89,00 € pro Nacht inkl. Frühstück

Kontingent vom 16.-18.06.11 abrufbar bis 15.05.11
Pentahotel Leipzig
Grosser Brockhaus 3
04103 Leipzig
Tel.: 0341-12920
Einzelzimmer: 99,00 € pro Nacht inkl. Frühstück
Doppelzimmer: 117,00 € pro Nacht inkl. Frühstück

Kontingent vom 16.-18.06.11 abrufbar bis 05.05.11
Alle Zimmerkontingente sind unter dem Stichwort "Körperpotenziale" telefonisch abrufbar.


Leipzig-Informationen zu Kultur, Hotels, Umgebung

www.leipzig.de | www.leipzig-sachsen.de | www.leipzig-info.de | www.bach-leipzig.de | Bachfest vom 10.–19. Juni 2011

Bach/ThomaskircheGewandhaus
Bach / Thomaskirche, Gewandhaus

Zur Kultur laden das international bekannte Gewandhaus (1. Adresse für klassische Musik) sowie die Oper und das Ballett, das Centraltheater, die Scala, die Musikalische Komödie, das Kristallpalastvarieté sowie fünf Kabaretts und viele Kleinkunstbühnen ein.
Parallel zu unserem Fachsymposium werden wieder die international bekannten Bach-Musik-Festtage in Leipzig stattfinden.
Bleiben Sie zur Erholung doch einfach länger in der Kulturstadt Leipzig und sichern Sie sich langfristig Karten für einmlaige Höhepunkte des Festes. Der Kartenvorverkauf beginnt stets 9 Monate vor dem Fest.


Veranstaltungsort

Mediencampus Villa Ida

Mediencampus
- Leipzig/Gohlis, Poetenweg 28 (Nähe Leipziger Zoo und Nähe Hauptbahnhof)


Bei Interesse an Anzeigenschaltungen in der neuen Symposiumsbroschüre,können sich Institute sowie Einzelpersonen in der Leipziger Akademie melden.


Der nächste Körperpotenziale-Kongress

Symposium Körperpotenziale IV: vom 20. – 22.06.2013 (Thema steht noch nicht fest)